Reicher Erbonkel gesucht

Ihr lieben Leserinnen und Leser. Mein letzter Beitrag ist noch gar nicht die üblichen zwei Monate her, schon überkommt mich wieder das große Mitteilungsbedürfnis. Habe vermutlich ein Problem mit meinem Selbstbewusstsein, anders kann ich mir das nicht erklären. Heute machen wir mal einen Ausflug – weg vom Ferienhaus, hin zu einem anderen …äh Haus.

Kürzlich ist mir ein Schreiben ins Haus geflattert. Es kam vom Amtsgericht Prenzlau, Abteilung Nachlassgericht: „Sie wurden als Erbin ermittelt.“ Das liest man nun wirklich nicht alle Tage. Natürlich fing mein Herz sofort an zu, wild zu klopfen und meine Augen verwandelten sich in Golddublonen. Ein Erbe? Was konnte das sein? Kurz ging ich im Geiste meine Familienangehörigen durch. Keiner, wirklich absolut keiner hat irgendwelche nennenswerte Vermögenswerte. Weder für sich selbst, noch für seine Nachkommen. Wir sind eine Arbeiterfamilie. Jeder guckt, wie er sich so durchs Leben wurschtelt, die einzelnen Familienmitglieder haben Jobs, mit denen man eher nicht reich wird. Sollte mir da einer durchgerutscht sein? Einer, der es doch geschafft hat, etwas Kohle beiseite zu schaffen?

Aber nein, schon ein paar Sätze weiter wurde ich aufgeklärt. Die vorherigen Erben in der Erbfolge hatten allesamt abgedankt. Mit einem müden Lächeln, denn man ist allgemein überzeugt, dass da nichts zu holen ist. Das wollte ich  natürlich genauer wissen, denn ich bin a) neugierig und b) gierig. Wo also anfangen? Das Gericht teilte mir freundlicherweise mit, dass ich vom Tag des Brieferhaltes sechs Wochen lang Zeit hätte, mich über den Umfang des Erbes zu informieren und dieses ggf. auszuschlagen. Sollte keine Ausschlagung erfolgen, wäre das Erbe automatisch angenommen. Ok. Sechs Wochen, das klang nach ausreichend Zeit. Wo wollten wir nochmal anfangen? Ach ja, ein Anruf beim Nachlassgericht Prenzlau. Bis ich endlich die entsprechende Sachbearbeiterin am Telefon hatte, vergingen geschlagene zwei Wochen. Nein, sie hatte keine Vertretung, nein, niemand anderes könne mir Auskunft geben. Das wäre ja auch noch schöner, wenn eine Behörde, die mit Fristen arbeitet, eine Vertretungsregelung hätte! Wo käme man da hin? Letztlich war es auch überflüssig, sie anzurufen, denn sie konnte mir nichts hilfreiches mitteilen. Und das tat sie auch noch in rüdem Ton. Zunächst fragte ich sie, ob ich die Nachlassakte einsehen könne.

„Wozu wollense das machen?“ – „Um mich über den Umfang des Erbes zu informieren. Wo wird denn die Nachlassakte geführt?“

„Na hier.“

„Aha. Und was steht drin?“

„Na nichts.“

„Alle Erben vor mir haben ausgeschlagen. Woher wissen die denn, dass da gar kein Erbe, sondern vielleicht eine Überschuldung vorliegt?“

„Also wir wissen von nichts. Hier steht nichts drin.“

Nun muss man wissen, der Verstorbene und ich standen uns nicht besonders nahe. Genauer gesagt, kannte ich ihn nicht. Nie gesehen, nie gehört. Damit kommen wir gleich mal zu der Moral von der Geschicht‘: Kennt euch! Kümmert euch! Wie schade es eigentlich ist, dass es so weite Teile meiner Familie gibt, die ich nicht kenne. Was hätte man sich vielleicht zu erzählen und zu erfahren. Zumal ich jemand bin, der sich ständig „Geschichten von früher“ anhören könnte. Wenn meine Oma am Küchentisch sitzt und zum zehnten Mal von ihrer Kindheit erzählt, finde ich das wunderbar. Mein Opa hingegen ist eher – ich will es mal diplomatisch ausdrücken – schweigsamer Natur, was vielleicht der Grund ist, dass ich von seiner Seite der Familie nur rudimentäre Kenntnisse habe. Und natürlich gehört der hier Besprochene zu Opas Familie. Sonst wäre es ja zu einfach. In sehr gekürzter Form teilte ich das der Sachbearbeiterin mit und fragte, ob sie mir denn die Kontaktdaten der Kinder, also der ersten Erben geben könne. „Kann ich Ihnen nicht sagen wegen Datenschutz.“, lautete die erwartungsgemäße Antwort. Dann eben nicht, dachte ich mir. Ich finde es auch alleine raus!

Der erste und einfachste Weg führte zur Adresse meines – wie ist die korrekte Bezeichnung? Ich muss das eben googlen – Großonkels. Bei dem griff offenbar der Datenschutz nicht mehr, so dass ich diese gleich in dem ersten Schreiben mitgeteilt bekommen hatte. Fast jedenfalls. Die Adresse war erstmal gleich falsch geschrieben. Dank Verfremdung des Straßennamens suchte ich eine Weile erfolglos. Ein Blick auf die Landkarte zeigte jedoch schnell, dass es sich um eine andere Straße handeln musste. Also schnappten wir uns die Kinder und fuhren los. Das Haus, das uns dort erwartete, ist eine Ruine. Eine wunderschöne, alte, verrottete Fachwerkruine. So schön und verrottet, dass es auf einmal gar nicht mehr wunderlich war, dass alle anderen Erben dankend abgewunken hatten. Auf den ersten Blick konnten selbst wir als Laien sehen, dass da einiges im Argen lag: Die Balken verfault und schon auf Haaresbreite reduziert. Das Dach so dick bemoost, dass es komplett grün und sehr weich aussah. Auf diese Art und Weise schön, wie man eben alte Ruinen schön findet, „aus denen man mal irgendwas machen“ müsste, an die sich aber keiner heranwagt. Irgendwann musste wohl mal ein dicker Batzen Moos heruntergerutscht sein, wie eine erstaunlich kahle Stelle auf dem Dach verriet. Zu ebenfalls unbekanntem Zeitpunkt hatte man wohl mit Bauschaum versucht, die entstehenden Lücken zwischen Gefachen und Balken zu füllen, aber damit sicher einiges verschlimmbessert. Irgendwie hatte es das Haus zwar geschafft, Jahrzehnte der Vernachlässigung zu überleben, aber nun sah es aus, als läge es wirklich in den letzten Zügen. Als wir um das Haus herum gingen, um die Rückseite zu betrachten, kam es noch übler. Der Hof ist voller Unrat. Eine alte Couchgarnitur, Gartenwerkzeug, allgemeines Gerümpel. Im Prinzip sieht es dort auf circa 90 Quadratmetern so aus wie in unserem Kinderzimmer, nur nicht so bunt und einladend. Der Hof wurde begrenzt durch ein altes Stallgebäude, welches bereits die Grätsche machte und sich auf einer Seite nur noch mühsam auf die letzten wackeren Balken stützte. Einsturzgefahr ist kein Ausdruck dafür. Auch das Vordach über dem Hauseingang sah nicht nur ein bisschen windschief aus. Vielmehr wurden auch hier ein paar Hölzchen eingezogen, um die abrutschenden Dachlatten noch ein paar Jahre (vermutlich sind davon nur noch ein paar Tage übrig, wenn wir realistisch sind) zu stützen. Wir guckten durchs Fenster. Hätte man sich auch sparen können – nur weiteres Gerümpel.

Was nun? In den nächsten Tagen und Wochen versuchte ich weitere Hintergründe zu recherchieren. Das Haus begegnete mir bei der Online-Suche in einem Werk über Dorfgestaltung. Dort diente es als mahnendes Beispiel, was passiert, wenn jahrelanger Leerstand einem Haus zu schaffen machte. Ha! Wenn die wüssten, dass da mitnichten jahrelanger Leerstand herrschte. Immerhin wusste ich nun, dass hier Denkmalschutz herrschte (gleichzeitig pro und contra auf meiner Liste). Ich schrieb dem Denkmalamt, welche mich zwar von Pontius nach Pilatus schickten, aber wo alle unheimlich nett und hilfreich waren. Am Ende schrieb ich mir nette Mails mit der unteren Denkmalbehörde, in denen wir uns gegenseitig versicherten, dass es ein wirklich schönes Haus war, um das sich eben nur mal jemand kümmern musste. Die nette Denkmalspflegerin teilte mir mit, dass nicht nur das Haus, sondern auch der Stall und der Bauerngarten unter Denkmalschutz standen. Hier stutzte ich ein wenig. Den Stall  hatte ich ja mit Müh und Not noch erkennen können, aber der Bauerngarten – sicher hatte es ihn vor 150 Jahren mal gegeben – war unwiederbringlich verloren. Hier brauchte es eine ganze Armada von talentierten Gärtnerinnen und Gärtnern, um aus diesem Konglomerat aus Gerümpel und Busch- und Wiesenwurzeln jemals wieder etwas Grünes zu zaubern. Wie konnte so etwas unter Denkmalschutz stehen?! Sei es drum, das war nun wirklich die letzte Baustelle, um die man sich kümmern musste. Zeitglich mit meinem Kontakt mit der Denkmalspflegerin schrieb ich eine Architektin und einen Zimmermann an. Das Duo hatte ich mal in einer meiner heißgeliebten Landzeitschriften entdeckt, wo ein Artikel über ihre Rettungsarbeiten an denkmalgeschützten Häusern veröffentlicht worden war. Ich war damals schon sehr begeistert und habe sie buchstäblich nie vergessen. Nun kontaktierte ich sie und schickte dem Zimmerman ein paar Fotos, von denen ich hoffte, dass sie den desaströsen Zustand richtig wiedergaben. Aber! Der Zimmermann liebte offenbar Herausforderungen, denn, Achtung Zitat!:

„Hier meine klare und eindeutige Antwort.
Es ist ein Denkmal. Also erhaltenswert für Alle.“

Und ich muss sagen, tief in meinem Herzen ist das genau das, was ich auch glaube. Ein Denkmal genießt besonderen Schutz, weil es eine Immobilie von historischem Wert ist. Im Fall der Ruinenschönheit erfuhr ich, dass sie um das Jahr 1850 erbaut worden war. Kurz zuvor hatte ein Brand einen Großteil der Häuser im Dorf vernichtet, so dass seine Entstehungszeit relativ genau bekannt ist. Büdnergehöft wird es genannt, vermutlich gehörte es einem Kleinbauern, der es mit den mageren Erträgen seines kleinen Grundstücks eigentlich nicht geschafft haben kann, seine Familie über Wasser zu halten. Vielleicht hatte er also noch eine andere Arbeit angenommen? Ich wüsste das alles gern. Hach, ich liebe alte Häuser und ihre Geschichten. Die jahrzehntelange Vernachlässigung hat hier vermutlich auch ihr Gutes: man kann fast davon ausgehen, dass es nicht großartig verbaut worden ist und noch viele Details und Raumschnitte aus der Originalzeit stammen. Auch „meine“ Denkmalspflegerin sagte mir, dass sie bereits seit Jahren bei ihren Besuchen im Dorf bewundernd am Haus vorbei läuft und sich von Herzen wünscht, dass jemand seine Pflege übernähme… Und wisst ihr was? Ich bin natürlich grenzenlos naiv, romantisch und überschätze mich gern, aber ich wäre gern dieser Jemand, der sich daran macht, dieses Denkmal wieder zu einem Wohnhaus zu machen. Ich würde mich gern um alle schiefen verrottenden Balken kümmern, Gefache ausmauern und ich wäre sogar bereit, meinen braunen Daumen im verlorenen Bauerngarten zu schwingen.

Was hält mich ab? Nicht das Denkmal, kein Schwamm oder sonstwas, sondern die lieben Miterben. Ich bin ja, das muss man schon so sagen, nur weit verwandt mit dem Erblasser, wie man auf Behördisch so schön sagt. Er hatte eine Tochter, die vermutlich am geeignetsten wäre, mir Informationen zu geben, aber sie „will mit dem Thema abschließen“. Ich solle nicht „sauer sein“, aber sie wolle sich nicht einbringen in das ganze Prozedere der Erbausschlagung oder Erbannahme. Dagegen kann ich schlecht etwas sagen, denn es ist ihr gutes Recht, mit einem Thema, das ich so gar nicht kenne, abschließen zu wollen. Was ist mit den anderen Erben? Ohne eine Expertin für Erbrecht zu sein, vermute ich, dass zeitgleich mit mir sämtliche Vertreterinnen und Vertreter meiner Generation, die zur Familie gehören, angeschrieben wurden. Von einigen weiß ich, dass auch sie kein Interesse an dem Haus haben und das Erbe bereits ausgeschlagen haben bzw. es noch versuchen. Andere kenne ich nicht. So wie ich die Lage einschätze, bin ich momentan die Einzige, die bereit wäre, etwaige Schulden zu übernehmen, um sich dann diesem besonderen Haus zu widmen. Allerdings ist meine finanzielle Kraft auch begrenzt, die Schulden dürften eine gewisse Summe nicht überschreiten. Und die Höhe der Schulden müsste ich halt mal herausfinden!

Um mir eine gewisse Rechtssicherheit zu verschaffen, wollte ich einen Anwalt kontaktieren. Allerdings ist in meinen Augen bei Anwälten Vorsicht geboten. Da gebt ihr mir sicher Recht. Die nehmen für eine Erstberatung 150 EUR und sagen einem dann während dieser Beratung, dass sie sich erstmal in den Fall einlesen müssten, um profunde Auskunft zu geben. Das kenne ich schon! Nun gibt es da eine Internetseite, die verspricht, dass man nur kurz seinen Fall schildern müsse, dann würde man von einem Anwalt kontaktiert, der einem eine erste Beratung zukommen lassen würde, auf Basis derer man entscheiden dürfe, ob man ihm das Mandat übertragen möchte. Klang gut. Also gab ich eines schönen, aber zunehmend verzweifelten Tages meine Daten in ein Online-Formular ein und wurde wie versprochen von einem Anwalt mit Spezialisierung auf Erbrecht angerufen. Eines gleich vorweg: Bei Anwälten ist Vorsicht geboten! Dieser hier war ein einziger Stein im Schuh! Ich hatte kaum meine Situation erläutert, da unterbrach er mich: „Manche Leute schlagen ein Erbe aus, weil sie faul sind. Und manche Leute schlagen ein Erbe aus, weil sie feige sind. Zu welchen gehören Sie?“ – „Äh, bitte? Wie gesagt ich versuche gerade, mein Risiko in Grenzen zu halten….“ – „Quatsch, das sind doch Ausreden. Ich hatte mal einen Mandanten, der wollte auch das Erbe ausschlagen, aber seine Freundin hat sich getraut, in die Wohnung des Erblassers zu gehen und 50.000 EUR in einem alten Schlüpfer gefunden.“

Ich wollte ihm gerade erklären, warum ich das für unwahrscheinlich hielt, da unterbrach er mich wieder: „Sie haben schon wieder nur Ausreden,…“.

Es folgte ein Litanei, in der ich erneut beschuldigt wurde, entweder faul oder feige zu sein und mich nur nicht kümmern wollen würde. Meine Einwürfe, dass bereits das aktuelle Gespräch kümmern sei, verhallten unerhört. Vielleicht hatte er nur einen schlechten Tag. Vielleicht hatte seine Frau ihn gerade verlassen. Vielleicht hatte er am Tag zuvor ein Erbe ausgeschlagen und eben erfahren, dass darunter ein millionenteures Gemälde war. Ich weiß es nicht. Ich weiß nur, dass es meine schlechte Meinung von Anwälten bestätigte. Sorry, falls das hier eine Anwältin oder ein Anwalt liest, aber ich habe einfach noch niemand wahrhaft Netten von euch kennengelernt. Also gab ich ihm und seiner Leistung auf der Website eine schlechte Bewertung und war genauso schlau wie vorher.

Was konnte ich noch tun? Ich beantragte einen Auszug aus dem Grundbuch – ebenfalls über ein Online-Portal. Vielleicht sollte ich mal meine Arbeitsweise überdenken, denn irgendwie führen meine Online-Anträge nicht zum gewünschten Erfolg. Eine Woche später bekam ich ein Schreiben vom Grundbuchamt – ebenfalls ansässig beim Amtsgericht Prenzlau – dass man mit der angegebenen Adresse nichts anfangen könne, sondern Flurstück und Gemarkung brauchte. Ich suchte also (wenigstens das klappte online!) Flurstück und Gemarkung heraus. Bei einem Telefonat lernte ich, dass das Grundbuchamt „GAR NICHT“ per Mail zu erreichen ist und ich die entsprechenden Angaben am besten faxen solle, damit die weitere Bearbeitung schnellstmöglich vonstatten ginge. Faxen? Ich hatte seit 1998 nicht mehr gefaxt. Würde ich noch einen McPaper finden, in dem ich für 3,50 pro Seite faxen könnte? Gottlob arbeite ich in einem öffentlichen Unternehmen und selbst in meinem Arbeitsbereich, dem IT-Bereich, hat man die Notwendigkeit eingesehen, dass in unserem Metier noch gefaxt werden muss. Mit unserem tollen Multifunktionsdrucker faxte ich also die gewünschten Angaben und machte den empfohlenen „EILT!“-Vermerkt. So bekam ich bereits eine Woche später einen Brief, dass man meinem Antrag nicht folgen könne, denn ich hätte noch nicht deutlich gemacht, WARUM ich den Auszug brauchte. Ich faxte wieder. Eine Woche später teilte man mir sogleich per Brief mit, dass ich meine Gründe nun zur Zufriedenheit belegt hätte und gerne einen Antrag schicken dürfe. BITTE WAS? Ich hatte vor vier Wochen einen verfluchten Antrag gestellt und seitdem am laufenden Band telefoniert, gefaxt, telefoniert, gefaxt und Brieftauben für künftigen Briefverkehr gezüchtet. Und jetzt durfte ich nochmal einen Antrag stellen. Ich rief an, fest entschlossen, meinem Ärger Luft zu machen. Natürlich war die entsprechende Sachbearbeiterin nicht da, wodurch sich ihre arme Vertreterin anhören durfte, dass ich mich selten so verarscht gefühlt habe und mich nicht nur frage, warum ich jetzt nach vier Wochen mühsamsten Schriftverkehrs noch einmal einen Antrag stellen müsse, sondern auch, warum sie nicht von Anfang an einen Flur weiter zum Nachlassgericht gegangen waren und im Rahmen einer schönen Mittagspause mit den Kollegen nicht nur sämtliche angefragten Angaben, sondern gleichzeitig meine Legitimierung als Wannabe-Erbin geklärt hätten. Half alles nichts, ich musste einen neuen Antrag stellen. Was war ich wütend! Ich faxte dennoch.

Was soll ich euch sagen? Meine sechs Wochen sind rum. Das Risiko war zu groß, ich habe heute mein Erbe ausgeschlagen. Mit einer kleinen Krokodilsträne im Auge.

Dank dem wundervollen Mann an meiner Seite, der zufällig der Vater meiner Kinder ist (ok, ein Zufall war das eigentlich nicht) und ein gewitzter Fuchs, habe ich aber noch ein kleines Ass im Ärmel.

Ich habe das Erbe ausgeschlagen. Für mich und meine Kinder. Aber Roman nicht. Er, als gewissenhafter Vormund seiner Brut, möchte noch überlegen. Er hat dazu sechs Wochen Zeit…

 

8 Kommentare Gib deinen ab

  1. Mir würde das Herz bluten, wenn ihr das Haus und das gesamte Erbe nicht annehmen würdet. Es ist wunderschön! Viel Glück!

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    1. Mir würde es auch bluten aber das Risiko muss ja überschaubar bleiben. Für den Bauerngarten könnten wir übrigens noch einen grünen Daumen gebrauchen 🙂

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      1. Stelle meine Erfahrung gerne zur Verfügung. Es stimmt, die Finanzen muss man auch klar im Auge behalten und sich vor keiner Arbeit scheuen. Alles Gute!!

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      2. Wow, das ist lieb, vielen Dank!

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  2. Christian sagt:

    Wie immer wunderschön geschrieben! Schwere Entscheidung, insbesondere mit den unbekannten Lasten und den obligatorischen mannigfaltigen Passierscheinen A38. Ich freue mich schon auf Bilder des wiedererblühten Bauerngartens in 2056 😉

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    1. Ich bin froh, derart geduldige Leser zu haben. Die brauchen wir schließlich auch. 🙂

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  3. Christine sagt:

    Hallo, schlagt es nicht aus, wenn ihr das Haus und die Lage mögt und es irgendein Potential (Ferienhaus??) gibt. Ich hatte vor Jahren eine ähnliche Situation und mein Mann und ich ärgern uns heute noch, Ja ich träume sogar von dem Haus. LG Christine von unserezweiteheimat

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