Was ist bei der Ferienhaussanierung zu tun?

Seitdem wir uns endgültig zum Kauf unseres Ferienhauses entschieden haben, überlegen wir hin und her, welche Arbeiten im Haus wir selbst erledigen können und für welche wir Profis engagieren sollten.

Vor einigen Jahren haben wir mal eine seeeehr renovierungsbedürftige Wohnung bezogen. Die haben wir innerhalb von zwei Monaten renoviert: Tapeten abreißen, neue Tapeten dran, streichen, Laminat legen. Ich war schwanger und fand alles nur anstrengend, obwohl ich solche Arbeiten eigentlich sehr gerne mag. Damals sagten wir uns immer, das Ergebnis wäre noch viel schöner gewesen, wenn wir ein wenig mehr Geld investiert hätten, aber für eine Mietwohnung wollten wir das nicht. Nun geht es um unser Eigentum und wir sind bereit!

Wir sind handwerklich geschickt und wollen ein tadelloses Endergebnis. Dafür sollte man nach Plan vorgehen.

Eine Bestandsaufnahme hat folgende notwendige Arbeiten ergeben:

  1. Erneuerung der Elektroinstallation – Das machen wir auf keinen Fall selbst. Im Moment holen wir Angebote ein und schauen dann, wie wir die Preise drücken können. Wir können uns zum Beispiel vorstellen, die alten Leitungen zu entfernen und die Schlitze für die neuen selbst zu ziehen. Das sollte schon einiges an Lohnkosten für die Profis sparen. In unserem Haus ist der Hauptanschluss im Keller schon neu. Den darf man auf keinen Fall selbst machen, aber grundsätzlich sind alle Arbeiten bis zu diesem auch für Nicht-Profis machbar.
  2. Neue Fenster – Im Haus gibt es nur zwei neuere Fenster. Alle anderen haben noch alte Einfachverglasungen, der Fensterkitt bröselt und es zieht. Die müssen also Schritt für Schritt erneuert werden. Auch hier überlegen wir: Kann man Fenster selbst einsetzen? Klar, das geht. Wenn man die alten sauber entfernt bekommt, ist der Aufwand überschaubar. Man muss ordentlich arbeiten und alle notwendigen Schritte zur Dämmung einhalten. Wenn man die Fenster selbst tauscht, lässt sich also einiges sparen.
  3. Mauerdurchbruch – In der Wand zwischen Küche und Wohnzimmer soll ein Durchbruch erfolgen. Die Wand soll nicht vollständig entfernt werden, sondern es soll ein etwa 2,5 m x 2 m großer Durchgang hergestellt werden. Die Wand ist vermutlich eine tragende. Das heißt, hier sollte wohl vorher ein Statiker einen prüfenden Blick werfen und es muss auf jeden Fall ein Türsturz eingebracht werden. Kann man eine tragende Wand selbst aufmachen? Keine Ahnung. Technisch geht das sicherlich, aber ist es klug? Wir überlegen…
  4. Tapetenwechsel – Das kann man natürlich easy selbst erledigen. Manchmal ist es eine nervige Angelegenheit, aber dafür braucht man natürlich niemanden extra anheuern. Auch das anschließende Tapezieren werden wir selbst machen.
  5. Bad sanieren – Hier heißt es Fliesen herausstemmen und neue legen. Ich habe irgendwann in ferner Vergangenheit schon einmal ein Bad gefliest. Das ist zwar keine Hexerei, aber Geschick braucht es schon, damit es am Ende auch ordentlich aussieht. Trotzdem werden wir auch hier sparen und selbst Hand anlegen.
  6. Gäste-WC schöner machen – Das Gäste-WC kommt etwas moderner daher als das Hauptbad. Trotzdem entsprechen die altrosa Fliesen nicht unserem Geschmack. Hier werden wir die Fliesen vermutlich streichen und so dem Bad ein neues Gesicht verleihen. Dazu gibt es bald einen kleinen DIY-Erfahrungsbericht.
  7. Küchenboden fliesen – Der Küchenboden sieht aus wie einer Metzgerei entsprungen: kalt und weiß. Das finden wir nicht schön. Da das Bodenniveau hier tiefer liegt als in den anderen Räumen werden wir hier die alten Fliesen belassen und die neuen auf den alten Boden fliesen. Ich habe mir schon wundervolle Fliesen ausgesucht, auf die ich mich schon sehr freue. Auch hierzu gibt es mit Sicherheit einen DIY-Beitrag.
  8. Wandvertäfelung im Flurbereich – Kann man eine Wand selbst täfeln? Oh ja, das geht. Eine Wandvertäfelung ist sicher nicht jedermanns Geschmack. Wir finden so etwas sehr schön und werden uns daher eine ganz einfache Version davon an die Wand bringen. Klare Sache, auch das wird im Laufe der Arbeiten detailliert beschrieben werden.
  9. Neue Treppe – Vom Erdgeschoss ins Obergeschoss soll eine neue Treppe führen. Die jetzige ist nicht nur alt und wackelig, sondern über die Jahre auch unansehnlich geworden. Zudem hat sie offene Stufen, wofür ich mich gar nicht begeistern kann.
  10. Bodenbeläge – Sämtliche Bodenbeläge müssen erneuert werden. Im Erdgeschoss liegt aktuell abgetretenes Laminat, im Obergeschoss verschlissener Teppich. Alles raus, alles neu. Hier liegt die Schwierigkeit weniger beim Erneuern selbst, sondern darin, eine Entscheidung zu treffen, mit der jeder leben kann 🙂
  11. Streichen – Hach, meine Lieblingsaufgabe. Darauf freue ich mich wirklich sehr, denn ich finde, streichen hat etwas meditatives und ich mache es sehr gern.
  12. Terrassengestaltung – Das Haus wartet gleich mit zwei Außenbereichen auf: Im Obergeschoss gibt es eine riesige Terrasse mit Blick auf das Wasser des Stettiner Haffs. Diese Terrasse muss der Aussicht endlich würdig werden! Unten im Garten gibt es dann auch noch eine kleine Terrasse. Momentan ist sie allerdings wirklich zu klein, eher ein Austritt ins Grüne. Wir wollen sie also zu einem gemütlichen Sitzbereich erweitern.
  13. Garten – Jetzt fängt es an, wirklich schwierig zu werden. Keiner von uns hat einen grünen Daumen. Trotzdem soll natürlich auch der Garten zum Verweilen einladen. Natürlich werden wir hier trotz unserer Ahnungslosigkeit keinen Profi holen sondern uns selbst versuchen. Allerdings haben wir hier noch keine tollen Ideen. Wenn jemand also welche hat: Nur heraus damit, vielen Dank!

So, das ist nun ganz schön lang geworden. Aber es verdeutlicht immerhin, wie viel Arbeit noch in unserem Ferienhaus steckt, bevor die ersten Gäste kommen können. Als nächstes werden wir uns der Handwerker- und Materialfrage widmen…

 

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